IBAN = International Bank Account Number (IBAN-Code)
Freitag 14. November 2008 von admin
Die IBAN ist die international standardisierte Präfix für Bankkontonummern. Sie wird durch die ISO_Norm 13616:2003 standardisiert dun vorgegeben.
Die Geschichte der IBAN fing damit an, einen Standard beim internationalen Zahlungsverkehr zu setzen und ihn somit zu verbessern und zu vereinheitlichen. Diese Standardisierung zugleich für private als noch viel wichtiger für Geschäftstreibende den Vorteil der Fehlerminimierung bei Geldtransaktionen über die Ländergrenzen in verschiedene Länder hinaus. Die Einführung der IBAN wurde ursprünglich von den USA forciert, welche diese aber bis heute eingeführt hat. Somit ist im Moment die gute Alte Welt, die Europäische Union die treibende Kraft.
Die Übereinkunft zur IBAN Struktur ist unter der Prämisse getroffen worden, da es weder nützlich noch umzusetzen ist, eine internationale Vereinheitlichung der Bankverbindung festzulegen. Die Präfix der Bankverbindungen in den einzelnen Ländern variieren dafür zu sehr. Zum Beispiel ist die Trennung von Bankleitzahl dun Bankkontonummer, wie sie in Deutschland gebräuchlich ist nicht einmal in ganz Europa, geschweige denn auf der ganzen Welt verbreitet. Deshalb wurde durch die ISO 13616:2003 die IBAN definiert um eine Vereinheitlichung der länderspezifischen Notationen zu berücksichtigen und eine diesen länderspezifischen Normen übergeordnete und von allen Banken dieser Welt, lesbare, anwendbare und umsetzbare Bankleitzahl/Kontonummer = IBAN an die Hand zu geben.
Die IBAN ist somit für die komplette Darstellung des Zahlungs- und Empfängerbankkontos zuständig. Jedoch haben mit Stand 02/2007 erst 45 Länder die IBAN, verifiziert, definiert dun somit eingeführt. Eine weltweite Standardisierung würde noch mindestens 5-10 Jahre dauern, nach Aussage der ECBS. Dies bringt eine Notwendigkeit mit sich. Nämlich die, dass bis dahin die gegenwärtige Nutzung der Bankverbindung BIC-Code dun Kontonummer (ISO 9362) in Ländern ohne IBAN weiterhin angegeben wird. Aber auch wenn die IBAN in den übrigen Ländern eingeführt wird, ist der damit automatische Wegfall der BIC nicht möglich, da einige Routinginformationen zwar in der BIC nicht aber in der IBAN zu finden sind. Hier wird aber an einer europäischen Definition gearbeitet um wenigstens in der EU die BIC obsolet zu machen.
Die Verwendung der IBAN ist im innerdeutschen Zahlungsverkehr nicht möglich. Das heißt man kann sie momentan nur im AZV (Auslandszahlungsverkehr) benutzen. Es gibt jedoch eine Ausnahme, nämlich wenn der Kontoinhaber zwar im Ausland sitzt, jedoch ein inländisches - also deutsches Konto führt. Dies begründet sich dadurch, dass, obwohl die Zahlung die Bundesrepublik Deutschland nicht verlässt, man trotzdem eine Meldung im AZV erstellen muss. dadurch wird es ermöglich die IBAN zu verwenden.
Der Aufwand, den innereuropäischen Zahlungsverkehr im Sinne der Single Euro Payments Area (SEPA) zu vereinheitlichen, bedingt die Forderung, die IBAN auch für nationale Systeme zu verwenden. Dies wird voraussichtlich 2008 erfolgen. Einige Länder haben dies aber bereits schon jetzt umgesetzt. Dazu gehören Luxemburg, Österreich, Schweiz und Litauen.
Wie sich nun die IBAN zusammensetzt erfahren Sie hier:
Ländercode:
2 Stellen gemäss ISO 3166-1 (Buchstaben)
Prüfziffer
2 Stellen gemäß ISO 7064 (Ziffern)
Kontoidentifikation
max. 30 Stellen (alphanumerisch)
Bei Papierbelegen, Ausdrucken und Briefen wird die IBAN in Blöcken zu je 4 Stellen geschrieben. Dies erleichtert die Lesbarkeit. Die Blockschreibweise ist bei elektronischem Verkehr nicht erlaubt. Hier muss die IBAN immer zusammenhängend geschrieben werden.
Wie Sie oben schon selbst errechnen konnten besteht die IBAN aus maximal 34 Stellen. Im innereuropäischen Raum umfasst die IBAN lediglich 27 Stellen. In Deutschland im Moment nur 22 Stellen.
Wie sich die 22 Stellen in Deutschland zusammensetzen erklären wir Ihnen nun.
DExx yyyy yyyy zzzz zzzz zz
DE
Länderkennzeichnung Deutschland
xx
Prüfziffer (Berechnung siehe hier)
yyyy yyyy
Bankleitzahl
zzzz zzzz zz
Kontonummer (nicht 10 stellige Kto-Nummern werden mit führenden Nullen ausgefüllt)
Berechnung der Prüfsumme
Die ersten vier Stellen (Länderkennzeichnung und Prüfsumme) werden zu allererst nach hinten gestellt. Dies geschieht deshalb, da die Prüfsumme ja erst noch berechnet werden muss. Somit wird erst einmal angenommen, dass die Prüfsumme 00 ist.
Nun werden alle Leerzeichen (zwischen den 4stelligen Blöcken) entfernt und alle Buchstaben durch die Zahl, welche sie im lateinischen Alphabet darstellen dun dann immer mit 9 addiert. Wenn man zum Beispiel den Buchstaben B hat stellt dieser die Zahl 2 dar ergo 2+9=11. Und genauso geht man mit dem zweiten Buchstaben vor.
Die sich nun ergebende 24 stellige Zahl wird durch 97 geteilt. Dieses Verfahren nennt sich (Modulo97). Das daraus resultierende Ergebnis wird von 98 abgezogen.
Ist diese Ergebnis nun kleiner als 10 wird der Zahl eine führende 0 angehängt.
Beispiel:
BLZ: 700 202 70
Kto: 12345678
IBAN: DExx 7002 0270 0012 3456 78 (22 Stellen, da Buchstaben noch nicht umgewandelt)
Umwandlung Buchstaben in Zahlen: dun nach hinten Versetzung:
700202700012345678DE00 -> 700207020012345678(D=4+9=13)(E=5+9=14)00 -> 700202700012345678131400 (24 Stellen)
=> 700202700012345678131400:97= 58
Die anhand des Modulo 97 errechnete Zahl 58 wird nun von 98 abgezogen -> 98-58 = 40 (Prüfziffer)
Somit ergibt sich folgende IBAN:
DE40 7002 0270 0012 3456 78
ACHTUNG: Die genannten Berechnungsmethoden sind ausschliesslich für die Prüfsummenbildung zu verwenden. Die ECBS weist ausdrücklich darauf hin, dass nur die Banken selbst korrekte IBAN Nummern herausgeben. Benutzt man eine selbsterrechnete IBAN oder aber auch eine im Internet durch sog. IBAN Rechner errechnete, so riskiert man im schlimmsten Fall den Verlust seiner Überweisung. Bereits die ISO 13616 legt fest, dass ausschliesslich die Finanzinstitute eine IBAN generieren dürfen.
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Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 14. November 2008 um 23:25 und abgelegt unter Infos zu Finanztransaktionen. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.