Erklärung BIC-Code / SWIFT-Code
Dienstag 2. Dezember 2008 von admin
Der SWIFT-Code ist ein Identifizierungscode für Banken, Unternehmen und Broker. Diese Codes werden von der „Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication“ (SWIFT), die 1973 gegründet wurde, nach der ISO 9362 Norm an die registrierten Teilnehmer vergeben. Die „Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication“ (SWIFT) betreibt mit Hilfe des SWIFT-Codes, auch BIC-Code (Bank Identifier Code) oder nur BIC genannt, den Datenaustausch zwischen den Teilnehmern. Zum Einen handelt es sich bei den Daten um internationale Geldtransfers, zum Anderen wird der SWIFT-Code auch für den Versand vertraulicher Daten zwischen Behörden weltweit genutzt. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Daten über Zahlungstransfers. Dieser Anwendungsbereich hat sich im Zuge des Kampfes gegen den Terrorismus extrem erweitert. Insbesondere die USA nutzt die Daten sehr intensiv. Inwieweit dies gegen, in den verschiedenen Ländern bestehende, Datenschutzrechte verstößt, wird derzeit noch heftig diskutiert. Dennoch planen auch andere Länder, zum Beispiel auch Deutschland, den Zugriff auf die vorhandenen Datenbanken im großen Stil. Die SWIF versucht derzeit, Ihren Sitz aus der USA in die Schweiz zu verlegen, um es den amerikanischen Behörden zu erschweren, an die Daten zu gelangen. Allerdings könnte dann die EU einen sehr starken Zugriff erhalten. Täglich werden weltweit über 15 Millionen SWIFT-Nachrichten übermittelt. Für Privatpersonen ist der SWIFT-CODE oder BIC hauptsächlich für den Zahlungsverkehr mit dem europäischen Ausland von Interesse, da die Benutzung des BIC hierfür seit dem 01.01.2007 vorgeschrieben ist. Der BIC lässt sich am ehesten mit der Bankleitzahl (BLZ) vergleichen. Der BIC-Code besteht aus acht bis elf alphanumerischen Zeichen. Man benötigt aber nicht nur den BIC für eine Auslandsüberweisung innerhalb Europas, sondern auch den IBAN. Der IBAN steht für „International Bank Account Number“, er identifiziert die Kontonummer. Jedes Konto weltweit hat einen einzigartigen IBAN. So ist es zumindest angedacht. Leider hat sich dieses System erst in etwa 45 Ländern durchsetzen können. Der IBAN besteht aus insgesamt drei Teilen, dem zweistelligen Ländercode aus Buchstaben, der zweistelligen Prüfziffer und der bis zu 30-stelligen Kontoidentifikation aus Zahlen und gegebenenfalls auch Buchstaben, welche ebenfalls die Kontonummer und die Bankleitzahl (BLZ) enthalten. Endgültiges Ziel ist es, irgendwann für den Zahlungsverkehr nur noch den IBAN benutzen zu müssen. Doch bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg. Will man nun derzeit eine Überweisung ins Ausland veranlassen, benutzt man an Stelle der Bankleitzahl (BLZ) den BIC-Code und an Stelle der Kontonummer den IBAN. Außerdem benötigt man noch das Land, den genauen Ort und die genaue Bezeichnung der Bank und die Anschrift des Kontoinhabers im Ausland, um die Überweisung ausführen zu lassen. Mittlerweile wird die Benutzung des BIC auch bei einigen Banken beim Online-Banking vorgeschrieben. Im Internet wird auch immer häufiger angeboten, die IBAN berechnen zu lassen. Hiervon wird aber dringlichst abgeraten, da diese IBANS nicht korrekt sein müssen. Seinen eigenen BIC-Code und IBAN erhält man von seiner Bank, meist genügt auch ein Blick auf den Kontoauszug, da beide dort aufgeführt sind. Den BIC und IBAN des Geschäftspartners im Ausland findet man auf der Rechnung, in den Geschäftsbriefen oder man erkundigt sich persönlich. Beide Codes sollten korrekt angegeben werden, um Zeitverzögerungen bei der Transaktion und eventuell erhöhte Kosten für den Auftraggeber zu vermeiden.
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