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Archiv für Dezember, 2008

Definition der Bankleitzahl und Entstehungsgeschichte

Dienstag 2. Dezember 2008 von admin

Die Bankleitzahl wird nur in Deutschland und Österreich so genannt. In der Schweiz und in Liechtenstein nennt man sie Bankenclearing-Nummer (BC-Nummer) welches die gleiche Bedeutung hat.

Die Bankleitzahl dient zur eindeutigen Identifizierung eines Kreditinstitutes. Man kann auch sagen soetwas wie die monetäre Adresse im Zahlungsverkehr. Die Bankleitzahl ( BLZ ) besteht in Deutschland immer aus 8 Stellen (Zahlen), welche in drei Ziffernblöcken zu jeweils drei, drei und zwei Zahlen (z.B. 700 202 70) angegeben wird. In Österreich besteht die Bankleitzahl aus fünf Ziffern (Zahlen).

Im Zuge der Internationalisierung und der dadurch immer häufigeren internationalen Banktransaktionen benötigt man den sog. IBAN und BIC (Swift). Der IBAN (International Bank Account Number = Internationale Kontonummer) ist in diesem Fall (Deutschland) eine Mischung aus der Bankleitzahl, der Kontonummer einer Prüfziffer und der Ländercodierung. Genaueres zur IBAN finden Sie hier. Informationen zur BIC finden Sie hier

Die Bankleitzahl ist in Verbindung mit der Kontonummer bei jeder Geldtransaktion mit anzugeben. Sie wurde 1970 in Deutschland eingeführt und stellt zugleich die Kontonummer des jeweiligen Institutes bei der Deutschen Bundesbank dar. Dies nennt sich ein sog. “bankleitzahlgebundenes Bundesbank Girokonto”. Bei diesen Konten ist in aller Regel die Ortsnummer Indiz für die kontoführende Filiale der Deutschen Bundesbank.

Eine Aufstellung der Ortskennziffer, auch Clearing Gebiet genannt, welche immer an der ersten Stelle der Bankleitzahl steht, sehen sie hier.

1: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern
2: Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein
3: Nordrhein-Westfalen, Landesteil Rheinland (Köln udn Düsseldorf)
4: Nordrhein-Westfalen, Landesteil Westfalen
5: Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland
6: Baden-Württemberg
7: Bayern
8: Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt,

Die Stellen eins bis drei der Bankleitzahl stellen die Ortsnummer dar. Diese Ortsnummer ist unterteilt in den Bankplatz = Ort der Filiale der Deutschen Bundesbank, sowie den diesen umgebenden Bankbezirk.

Die vierte Stelle der Bankleitzahl stellt das Netz, also die Bankengruppe dar.

0: Deutsche-Bundesbankfilialen
1: Deutsche Postbank AG sowie Kreditinstitute die nicht einer der anderen Gruppen zuzuordnen sind
2: Kreditinstitute, soweit nicht in einer anderen Gruppe erfasst (früher: Regional-, Lokal-, Spezial-, Haus- und Branchenbanken z.B. HypoVereinsbank)
3: Kreditinstitute, soweit nicht in einer anderen Gruppe erfasst (früher: Privatbankiers z.B. Bankhaus Reuschel)
4: Commerzbank und Tochterinstitute (z.B. Comdirect bank)
5: Sparkassen und Landesbanken
6: Genossenschaftliche Zentralbanken und Raiffeisenbanken (bzw. Kreditgenossenschaften)
7: Deutsche Bank und Tochterinstitute
8: Dresdner Bank und Tochterinstitute
9: Volksbanken (bzw. Kreditgenossenschaften)

Auf die ersten vier Stellen einer neuen Bankleitzahl hat nur die Deutsche Bundesbank Einfluss, welche diese auch monopolistisch vergibt. Somit haben die Kreditinstitute die Möglichkeit die fünfte bis achte Stelle der Bankleitzahl selbst zu definieren (institutsintern). Dies muss aber in Absprache mit der Deutschen Bundesbank geschehen. Sollte ein Kreditinstitut sehr verschiedene Geschäftsfelder haben und über diese Geschäftsfelder einen nicht unerheblichen Zahlungsverkehr haben, so erhalten diese, eine oder mehrere zusätzliche Bankleitzahlen, welche sich dann von der “Hauptbankleitzahl” der Bank in den Stellen sieben und acht unterscheiden.

Hier ein Beispiel der Zusammensetzung einer Bankleitzahl

701 500 00 (Stadtsparkasse München)

701 = die Bank liegt im Bundesbank-Bereich Bayern (München)

5 = es handelt sich um eine Sparkasse

0000 = individuell (die 01 oftmals auch 00 lässt darauf schließen, dass die für diese Bank zuständige Filiale der Deutschen Bundesbank, am gleichen Ort wie die Bank selbst)

Diese Regelung, oder wenn man so sagen will Präfix, der Bankleitzahl hat zwei Ausnahmen.

- Der Deutschen Postbank AG wurden die Stellen vier bis sechs mit der 100 zugeteilt, welche normalerweise nicht vergeben werde.

- Kreditgenossenschaften, welche kein bankleitzahlbezogenes Deutsche Bundesbank Girokonto haben, haben in Ihrer Orts- und
Bankengruppennummer dieselbe Nummer, wie die für sie zuständige genossenschaftliche Zentralbankniederlassung. Als
Unterscheidungsmerkmal ist an der fünften Stelle der Bankleitzahl die Zahl 9 reserviert. Diese Regelung gilt jedoch nur für die
Ortsgebiete 2 bis 7.

Ihr bankleitzahl-check.de Team

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Erklärung BIC-Code / SWIFT-Code

Dienstag 2. Dezember 2008 von admin

Der SWIFT-Code ist ein Identifizierungscode für Banken, Unternehmen und Broker. Diese Codes werden von der „Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication“ (SWIFT), die 1973 gegründet wurde, nach der ISO 9362 Norm an die registrierten Teilnehmer vergeben. Die „Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication“ (SWIFT) betreibt mit Hilfe des SWIFT-Codes, auch BIC-Code (Bank Identifier Code) oder nur BIC genannt, den Datenaustausch zwischen den Teilnehmern. Zum Einen handelt es sich bei den Daten um internationale Geldtransfers, zum Anderen wird der SWIFT-Code auch für den Versand vertraulicher Daten zwischen Behörden weltweit genutzt. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Daten über Zahlungstransfers. Dieser Anwendungsbereich hat sich im Zuge des Kampfes gegen den Terrorismus extrem erweitert. Insbesondere die USA nutzt die Daten sehr intensiv. Inwieweit dies gegen, in den verschiedenen Ländern bestehende, Datenschutzrechte verstößt, wird derzeit noch heftig diskutiert. Dennoch planen auch andere Länder, zum Beispiel auch Deutschland, den Zugriff auf die vorhandenen Datenbanken im großen Stil. Die SWIF versucht derzeit, Ihren Sitz aus der USA in die Schweiz zu verlegen, um es den amerikanischen Behörden zu erschweren, an die Daten zu gelangen. Allerdings könnte dann die EU einen sehr starken Zugriff erhalten. Täglich werden weltweit über 15 Millionen SWIFT-Nachrichten übermittelt. Für Privatpersonen ist der SWIFT-CODE oder BIC hauptsächlich für den Zahlungsverkehr mit dem europäischen Ausland von Interesse, da die Benutzung des BIC hierfür seit dem 01.01.2007 vorgeschrieben ist. Der BIC lässt sich am ehesten mit der Bankleitzahl (BLZ) vergleichen. Der BIC-Code besteht aus acht bis elf alphanumerischen Zeichen. Man benötigt aber nicht nur den BIC für eine Auslandsüberweisung innerhalb Europas, sondern auch den IBAN. Der IBAN steht für „International Bank Account Number“, er identifiziert die Kontonummer. Jedes Konto weltweit hat einen einzigartigen IBAN. So ist es zumindest angedacht. Leider hat sich dieses System erst in etwa 45 Ländern durchsetzen können. Der IBAN besteht aus insgesamt drei Teilen, dem zweistelligen Ländercode aus Buchstaben, der zweistelligen Prüfziffer und der bis zu 30-stelligen Kontoidentifikation aus Zahlen und gegebenenfalls auch Buchstaben, welche ebenfalls die Kontonummer und die Bankleitzahl (BLZ) enthalten. Endgültiges Ziel ist es, irgendwann für den Zahlungsverkehr nur noch den IBAN benutzen zu müssen. Doch bis dahin ist es noch ein sehr weiter Weg. Will man nun derzeit eine Überweisung ins Ausland veranlassen, benutzt man an Stelle der Bankleitzahl (BLZ) den BIC-Code und an Stelle der Kontonummer den IBAN. Außerdem benötigt man noch das Land, den genauen Ort und die genaue Bezeichnung der Bank und die Anschrift des Kontoinhabers im Ausland, um die Überweisung ausführen zu lassen. Mittlerweile wird die Benutzung des BIC auch bei einigen Banken beim Online-Banking vorgeschrieben. Im Internet wird auch immer häufiger angeboten, die IBAN berechnen zu lassen. Hiervon wird aber dringlichst abgeraten, da diese IBANS nicht korrekt sein müssen. Seinen eigenen BIC-Code und IBAN erhält man von seiner Bank, meist genügt auch ein Blick auf den Kontoauszug, da beide dort aufgeführt sind. Den BIC und IBAN des Geschäftspartners im Ausland findet man auf der Rechnung, in den Geschäftsbriefen oder man erkundigt sich persönlich. Beide Codes sollten korrekt angegeben werden, um Zeitverzögerungen bei der Transaktion und eventuell erhöhte Kosten für den Auftraggeber zu vermeiden.

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